Datenflat

Bei der Auswahl einer Datenflatrate ist erheblich mehr zu beachten, als dies bei einer Sprachflatrate der Fall ist. Während alle Anbieter Sprachdienste heute in guter Qualität anbieten, offenbaren sich bei Datenflatrates deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern.

Die Netze im Überblick

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Trotz der unübersichtlichen Vielzahl der Mobilfunkanbieter gibt es in Deutschland nur 4 Netzbetreiber: Die Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus. Alle übrigen Anbieter vermarkten lediglich Tarife in einem dieser vier Netze. Welches der vier das beste Netz ist, lässt sich nicht eindeutige beantworten. Klar ist, dass nur Vodafone und die Telekom sich um Platz 1 streiten. Beide bieten UMTS mit 7,2 MBit/s flächendeckend an, am Ausbau von LTE wird intensiv gearbeitet. Aus technischer Sicht unterscheiden sich beide nur um Nuancen. Die Datenflat von Vodafone erweist sich in Praxistests als ein wenig schneller, was allerdings auch eine Kehrseite aufweist: Vodafone erreicht seine Rekordgeschwindigkeiten durch eine sehr starke Datenkompression, die bisweilen negative Auswirkungen auf die Qualität übertragener Bilder hat. Der Kunde hat also eine klare Auswahl: Höhere Geschwindigkeit oder bessere Bildqualität? Platz drei in der Rangliste geht an O2. In den letzten Jahren hat O2 deutlich aufgeholt und kann in den Ballungszentren mittlerweile auf eine ähnlich gute Netzqualität verweisen wie die beiden großen Anbieter. In der Fläche hinkt der Netzausbau ein wenig hinterher, was sich beispielsweise bei Autobahnfahrten deutlich bemerkbar macht. Mit dem letzten Platz muss sich E-Plus begnügen. Das allerdings beruht auf einer bewussten Entscheidung dieses Anbieters, der sich gezielt als Billiganbieter positioniert. Das Angebot lautet „geringere Geschwindigkeit zu einem günstigen Preis“.

Bei der Datenflat auf das Datenvolumen achten!

Alle UMTS Flatrates weisen eine Volumenbegrenzung auf. Wird ein vorgegebenes Datenvolumen erreicht, wird der mobile Internetzugang auf die sehr langsame GPRS-Geschwindigkeit von nur 64 KBit/s gedrosselt. In letzter Zeit ist ein Trend zu Billigangeboten festzustellen, die ein sehr geringes monatliches Datenvolumen aufweisen. Bisweilen liegt die Grenze bei mehr als bescheidenen 250 MB pro Monat. Das hat inzwischen sogar die Justiz auf den Plan gerufen. Einigen Anbietern wurde untersagt, solche Angebote als Flatrate anzupreisen. Wer will der Einschätzung der Gerichte widersprechen, dass es sich dabei um irreführende Werbung handelt?

Prepaid oder Handyvertrag?

Prepaid Tarife haben sich heute große Marktanteile erobert. Anfangs waren diese Angebote primär für Kunden konzipiert, die über kein regelmäßiges Einkommen verfügen oder negative Schufa-Einträge aufweisen. Diese Zeiten sind endgültig vorbei, heute sind Prepaid Tarife eine vollwertige Alternative zum Handyvertrag. Die wesentlichen Vorteile der Prepaid Tarife sind die fehlende Vertragsbindung und die volle Kostenkontrolle. Negativ schlägt zu Buche, dass Prepaid Kunden nicht von den teilweise sehr günstigen Hardwareangeboten profitieren, die ausschließlich Vertragskunden vorbehalten sind.

Spezielle Datentarife

Längst nicht jede Datenflat gilt heute für einen Monat. Angeboten werden auch Tagesflatrates und Wochenflatrates. Bei Tagesflatrates ist auf einen kleinen Trick zu achten: Einige gelten für 24 Stunden ab dem ersten Verbindungsaufbau, andere enden um Mitternacht. Ärgerlich für Kunden, die sich erst am Abend eingeloggt haben! Angeboten werden auch Datenpakete, bei denen der Kunde ein festes Datenvolumen vorab bezahlt, das er dann in einem beliebigen Zeitraum nutzen kann. Auch diese Angebote werden bisweilen unter der Bezeichnung Flatrate beworben. Warum, wissen wohl nur die Anbieter. Die teilweise irreführende Bezeichnung ändert jedoch nichts daran, dass es sich um ein interessantes Angebot für Gelegenheitssurfer handelt. Nebenbei bemerkt ist dies die einzige sinnvolle Alternative zur Datenflat! Die nur noch sehr vereinzelt angebotenen Tarife mit einer Abrechnung nach Volumen bergen angesichts heutiger Downloadgeschwindigkeiten ein immenses Kostenrisiko und können keinesfalls empfohlen werden!

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